Berliner , Hauptbahnhof, ein junger Mann sitzt auf der Wartebank eines Bahnsteigs, in seinem Schoß liegt ein Notebook eines großen US-Markenherstellers. Gespannt blickt er auf das Display, hin und wieder huschen seine Finger über die Tastatur. Sie werden sich jetzt denken: „Und? Was ist daran schon Besonderes?“ Auf den ersten Blick – und in Zeiten der New Economy – nichts wenn dieser Mann nicht gerade versuchen würde, sich per Funk in das Netzwerk eines großen, ortsansässigen Unternehmens zu hacken.
Wie einfach das ist, zeigt ein Feldversuch. Alleine bei ein paar oberirdischen Fahrten mit der S-Bahn durch verschiedene Berliner Stadtteile entdecken wir 10 verschiedene Wireless-LANs. Das Hacken wird in den meisten Fällen nicht schwer gemacht: Über 60 Prozent der gefundenen WLANs sind nicht einmal verschlüsselt – ganz gleich, ob es sich um kleine, private Netze oder große, kommerzielle Unternehmensnetzwerke handelt. Da in allen Netzwerken das Protokoll TCP/IP (Internet) zum Einsatz kommt, existieren zahlreiche Werkzeuge, um gängige Verbindungstypen bis aufs Letzte auszuspionieren: Mitlesen lassen sich E-Mails, News, private Unterhaltungen ebenso wie Kennwörter für sensible Maschinen, wie beispielsweise Datenbanken. Aber auch die durch den Standard „WEP“ geschützten Netzwerke sind keineswegs sicher: Zwar suggeriert „Wired Equivalent Privacy“, dass die Daten abhörsicher durch den Äther übertragen werden; allerdings ist diese Seifenblase der Illusion vor langer Zeit geplatzt. Wie ein Team von Wissenschaftlern herausfand, lässt sich die WEP-Verschlüsselung durchaus angreifen – und sogar mit äußerst geringen finanziellen Mitteln knacken.
Also denken Sie darin Ihr WLAN nach den neusten Sicherheitstandarts zu verschlüsseln, damit niemand Ihre Daten ausspioniren kann.





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