Das Handy mit Schieber sieht edel aus, hat Sensortasten und viele attraktive Funktionen. Die MP3-Ausdauer ist enttäuschend. Schwarz und wenige Tasten: Das flache Samsung-Schiebetelefon setzt auf schlichte Eleganz. Die ver­spiegelte Oberfläche versteckt berührungsempfindliche Tasten, deren Funktionen erst erkennbar werden, wenn sie in Einsatz sind. Zusätzlich zu den Sensoren sind auch Drücker in klassischer Form vorhanden.

Optisch ist das Nebeneinander gut gelungen, doch leider sind in der Pra­xis des Samsung Fehlbedienungen an der Tagesordnung. Die Sensor­tasten des Testgeräts reagieren viel zu schnell auf Fingerberührungen und dann tut das Samsung alles Mögliche, nur nicht unbedingt das, was der Nutzer will.

Schade, denn das SGH-E 900 über­zeugt mit seiner Handlichkeit, dem hochauflösenden Bildschirm und sei­nem übersichtlichen Menü. Deutlich schwächer präsentiert sich das Schiebehandy im Mobilfunknetz. Vor allem unter schlechten Emp­fangsbedingungen hat das Samsung von allen Testkandidaten die meisten Probleme.

Licht und Schatten auch bei ande­ren Punkten. Das SGH-E 900 kennt zwar den schnellen Datentransfer per EDGE, doch ein Webbrowser fehlt. Weiterer Malus: Das E 900 kennt Bluetooth-Stereo-Headsets, doch günstige Kopfhörer mit Klinken­stecker finden keinen Anschluss.

Auch seine Musikfunktionen über­raschen mit Schwächen: Das SGH-E 900 zeigt MP3-Zusatzinformationen wie Interpret, Titel oder Album nicht an. Folglich erlaubt es auch keine Mu­sikauswahl über diese Vorgaben. Auch die Ausdauer ist enttäuschend; schon nach 9 Stunden und 50 Minuten schaltet das Handy die Musik ab. Selbst die Kamera kann mit ihren zwei Millionen Bildpunkten nicht überzeu­gen: Sie macht zwar akzeptable Bilder, jedoch keine im Querformat.