Auch der Samsung-Konzern will bei Digitalkameras mitmischen und präsentiert eine Einsteigerkamera zum attraktiven Preis. Die GX-1 L kommt aus vieler Li Herren Länder. Für sie arbeitet der koreanische Samsung-Konzern mit dem japanischen Kamerahersteller Pentax zusammen. Auf dem Standardzoom D-Xenon 3,5-5,6/18-55 mm AL prangt vorne „Schneider-Kreuznach" hinten steht „Made in Vietnam".


Die enge Verwandschaft zur Linse der Pentax K 100 D ist offensichtlich. Lediglich die Gummiarmierung, die Ringfarbe und die Beschriftung sind unterschiedlich. Die Menüführung der GX-1 L ist intuitiv aufgebaut, die Navigation mit der gut zugänglichen Vierrichtungswippe eine einfache Angelegenheit. Oft benutzte Aufnahmefunktionen, wie etwa der Weißabgleich oder die ISO-Einstellung, sind mit der Funkti-onstaste direkt abrufbar. Beim Druck auf die Infotaste zeigt die Kamera alle aufnahmerelevanten Einstellungen auf dem Monitor.

Mit 554 Gramm ist die GX-1 L ein Leichtgewicht und gut geeignet als Reisebegleiter. Aber gerade auf der Fotosafari stört ihr lauter Autofokus. Der exponierte Fokussierring des Standardzooms lässt sich nicht feststellen und läuft auch dann geräuschvoll mit, wenn die Kamera automatisch scharf stellt. Ein weiteres Problem: Die fünf Autofokus-Sensoren verrichten ihre Arbeit im Verborgenen, ihre Lage wird weder auf der Sucherscheibe noch in der Sucherleiste angezeigt. Das Umschalten zwischen dem großen, kreuzförmigen AF-Messfeld und dem Spot-Messfeld ist nur im Menü möglich. Größtes Manko der Samsung ist indes ihre Auslöseverzögerung mit Auto-fokus. Mehr als eine Sekunde ver-geht, bis die Kamera scharf gestellt hat, da sind schnelle und ungedul-dige Motive längst auf und davon, das ist glatt „ungenügend".

Fazit: Die Samsung GX-1 L ähnelt in der Gesamtleistung auffallend der Pentax K 100 D im Guten wie im Schlechten. Trotz Detailschwächen liefert sie zum günstigen Preis eine insgesamt gute Bildqualität für die Sechs-Megapixel-Klasse. Sie krankt aber noch mehr, als die Pentax, an einem langsamen Autofokus.