Toolbars für den Internet Explorer gibt es dutzendweise. Die schmalen Befehlszeilen platzieren sich meist unterhalb des URL-Eingabefelds und bringen neue Funktionen mit. Wir stellen eine Auswahl praktischer Toolbars vor. Wer trotz Alternativen wie Mozilla und Opera an Microsofts Internet Explorer festhalten will, kann den Surf-Komfort immerhin mittels kostenloser Erweiterungen in Form zusätzlicher Symbolleisten erhöhen.
Solche Toolbars bekommen Sie von zahlreichen Anbietern wie Google, eBay, MSN oder WEB.DE. Bei einer Toolbar handelt es sich um eine schmale Browser-Leiste, die normalerweise unter der URL-Leiste des Browsers angezeigt wird. Einen echten Mehrwert bieten zum Beispiel die Suchmaschinen-Toolbars von Google & Co.: Im Vordergrund steht der Direktzugriff auf die jeweilige Suchfunktion, ohne auf die entsprechende Website wechseln zu müssen. Sie geben den gewünschten Suchbegriff in das Eingabefeld der Toolbar ein, und Sie be kommen die Ergebnislisten im Browserfenster präsentiert. Besonders interessant sind die weiterführenden Funktionen, etwa die Möglichkeit, Suchbegriffe innerhalb der angezeigten Website farblich zu markieren. Einmal installiert, möchte man die Toolbars bald nicht mehr missen.
Toolbars installieren
Die meisten Toolbars bekommen Sie als nur wenige Hundert KByte große EXE-Datei zum Download angeboten, die per Doppelklick gestartet wird und die Installation übernimmt. Es gibt auch Online-Installationen, bei denen das manuelle Herunterladen entfällt. Mit einem Klick starten Sie den Installationsvorgang, bei dem Sie eine Sicherheitsmeldung bestätigen müssen.
EIGENE TOOLBARS ENTWERFEN
Grundsätzlich können Sie sich selbst eine Toolbar zusammenstellen und diejenigen Funktionen darauf vereinen, die Sie sich persönlich wünschen. Es gibt einige Programme, die Leisten erzeugen. Preislich liegen sie zwischen rund 20 Euro (ToolbarConstructor) und 750 Dollar (Dynamic Toolbar). Softomate bietet einen kostenlosen Toolbar- Baukasten auf der Homepage (www.besttoolbars.net/indexger.php). Die damit gefertigten Leisten lassen sich nur individuell auf dem Rechner installieren, auf dem sie auch erstellt wurden. Zunächst legen Sie einen Account an, wählen zwischen verschiedenen Mustern, die bereits viele Funktionen vorgefertigt bieten, etwa Google- oder eBay- Suche. Anschließend können Sie Logos wechseln und eigene Funktionen einstellen, beispielsweise Suchmaschinen oder Webseiten anpassen. Links im Bild wird jederzeit die künftige Toolbar als Baumstruktur angezeigt, rechts definieren Sie die einzelnen Punkte der Toolbar. Haben Sie alles konfiguriert, lädt sich die neue Toolbar automatisch in den Internet Explorer. Sie müssen den Internet Explorer anschließend neu starten, um die Leiste zu sehen. Bei Windows XP mit Service Pack 2 fängt der im Internet Explorer eingebaute PopUp-Blocker übrigens die Installation neuer Browser-Erweiterungen ab. Damit die Toolbar-Installation klappt, müssen Sie die Einrichtung zulassen. Einige Toolbars laufen als eigenständiges Programm, die meisten Toolbars sind allerdings fest mit dem Internet Explorer verknüpft. Die Leisten können – sobald Sie den Browser gestartet haben – jederzeit mit einem beliebigen Server im Internet Verbindung aufnehmen, ohne dass Sie davon etwas mitbekommen. Eine Desktop-Firewall wird Sie nicht warnen, denn die Toolbar läuft im Browser, der als eine Art Tunnel ins Web fungiert. Haben Sie dem Internet Explorer das Recht zugeteilt, auf das Internet zuzugreifen, so hat die Toolbar automatisch dasselbe Recht. Bei der Arbeit mit mehreren Toolbars geht schnell die Übersicht verloren, schließlich beansprucht jede Leiste Platz auf dem Monitor. Sie können trotzdem mehrere Toolbars installiert haben, ohne dass alle gleichzeitig angezeigt werden. Die Leisten lassen sich im IE über den Befehl Ansicht / Symbolleisten bei Bedarf ein- und wieder ausblenden.
Risiken und Nebenwirkungen
Ähnlich wie manche Free- und Shareware gibt es auch Toolbars mit eingebauter Spyware. Eine Spyware-Toolbar teilt jedem Anwender eine ID-Nummer zu und übermittelt diese zusammen mit allen vom Anwender durchgeführten Aktionen an den jeweiligen Hersteller, besuchte Seiten, aufgerufene Produktinformationen, gekaufte Artikel usw. Auch eine verschlüsselte SSL-Verbindung ist in diesem Fall nicht sicher, da die Toolbar hinter dem verschlüsselten Kanal sitzt. Alles, was der Anwender sieht, sieht auch der IE und damit auch die Toolbar. Um sich vor Browser-Leisten mit Spyware zu schützen, empfehlen wir Ihnen, im Anschluss an jede Toolbar-Installation einen zuverlässigen Spyware-Scanner anzuwenden. Wer Windows XP mit Service Pack 2 benutzt, kann sich über die installierten Erweiterungen für den IE sehr einfach einen Überblick verschaffen. Der Add-on-Manager befindet sich im Internet Explorer unter Extras / Add-Ons verwalten. Damit erhalten Sie Einblick, welche Toolbars und Add-ons für den Internet Explorer auf Ihrem System installiert sind und welche momentan verwendet werden. Einzelne Elemente lassen sich per Mausklick deaktivieren. Zum Beispiel kann man so eine lästige Spyware-Toolbar abschalten.





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