Jedes digitale Bild wird bei der Aufnahme in einer bestimmten Bildgröße und einem bestimmten Dateiformat gespeichert. Beides entscheidet über die Qualität - aber auch darüber, wie viele Fotos auf einer Speicherkarte Platz finden. Erster und wichtigster Faktor ist die Zahl der Bildpunkte.

 

 


Faustregel: Je mehr, Je lieber - es sei denn, die Speicherkarte fasst nur wenige Schnappschüsse oder Sie wissen, dass Sie die Fotos ausschließlich für Ihre Internetseite benötigen. Eine Fünf. Megapixel-Kamera etwa bietet folgende Bildgrößen in Pixel.

2560 x 1920
2048 x 1536
1600 x 1200
1280 x 960
1024 x 768
640 x 480


Wählen Sie das größte Format im Kameramenü aus - das gibt Ihnen für Ausschnittvergrößerungen oder große Ausdrucke Reserven. Die Auswirkungen einer eventuellen Daten-reduktion sind subtiler - aber dennoch spürbar Die meisten Reserven für die Bildbearbeitung und -korrektur am PC bieten kameraeigene, per Definition verlustfreie Rohformate (RAW). Allerdings Ihre Foto-Software muss das jeweilige Kamera-Rohformat kennen - oder der Hersteller muss der Kamera ein entspre-chendes Programm beilegen. Es muss für Ihr PC-Betriebssystem verfügbar sein.

Das Tagged Image File Format (TIFF, Dateien-dung tif) arbeitet ebenfalls ohne oder nur mit verlustfreier Kompression. Vorteil von TIFF. Es kann von fast jedem Bildbearbeitungsprogramm und Betriebssystem geöffnet und bearbeitet werden. Nachteil: Wer beispielsweise die Belichtung eines wichtigen, aber misslungenen Bildes korrigieren will, hat mit TIFF meist weniger Reserven als bei der Bearbei-tung von Rohdaten.

Beiden verlustfreien Formaten gemein, es dauert, bis die Kamera die Bilddaten aus ihrem internen Puffer auf die Speicherkarte geschrie-ben hat. Bei einzelnen Bildern ist dies nicht mehr problematisch - mehrere, aufeinander folgende Fotos zu schießen ist schwierig. Die Zahl der Bilder pro Sekunde ist beschränkt, Fotos im datenreduzierten, also verlustbehafteten JPEG-Format (Joint Photographie Experts Group, Dateiendung .jpg) lassen sich deutlich schneller schreiben.

Die Masse der digitalen Fotoapparate offeriert drei JPG- Qualitätsstufen. Sie finden Sie im Kameramenü meistens unter dem Punkt – Bildqualität - . Fine oder Super (Datenreduktion 4:1), Normal oder Standard (18:11) und Econorny oder Basic (116:11).

In der Stufe Fine oder Super wirkt sich die Da-tenreduktion kaum aus, mit den höheren Stu-fen nehmen Blockartefakte in groben Strukturen zu.

Mit diesen Einstellungen fotografieren Sie optimal:

1. Stellen Sie die maximale Bildgröße ein, bei der alle Pixel des Bildsensors für die Aufnahme genutzt werden
2. Wählen Sie für Ihre Zwecke das richtige Format - meist reicht JPEG, für höchste Qualität muss es RAW oder TIFF sein

3. Aktivieren Sie die höchste Qualitätsstufe für JPEG, also die mit der geringsten Daten-reduktion (Fine oder Super)

4. Deaktivieren Sie die Option „Alles zurücksetzen" im Einstellmenü der Kamera Ansonsten wird beim nächsten Einschalten zumeist automatisch wieder die mittlere Qualitätsstufe aktiviert

5. Wählen Sie die Programmautomatik oder ein anderes Belichtungsprogramm, bei dem Sie die Bildqualität frei bestimmen können. Denn bei einigen Kameramodellen ist in den so genannten Motivprogrammen oder in der Vollautomatik die mittlere Bildqualität fest vor eingestellt.