Der ärgste Feind des Spiegelreflexfotografen ist der Staub. Mit jedem Objektivwechsel gelangt Schmutz in die Kamera und auf den Bildsensor. Canon packt jetzt das übel an der Wurzel: Die EOS 400 D schüttelt sich den Staub per Ultraschall vom Leib und bindet die Staubpartikel dauerhaft. Auch in Sachen Auflösung investiert Canon in sein neues Vorzeigemodell. 10,1 Millionen Pixel gab es bisher nur bei 200 Euro teureren Modellen.
Der Hersteller verkauft die EOS 400 D im Set mit dem Canon-Objek-tiv EF-S 3,5-5,6/18-55 mm II für 900 Euro. Das mag manchen überraschen, schließlich ist das Objektiv mit 100 Euro das Billigste im Sortiment. Doch die Kombination funktioniert vorbildlich, die Bildqualität hält spielend mit Modellen der Oberklasse mit. Ein Grund dafür ist die sehr hohe Bildauflösung, die im gesamten Brennweitenbereich nahezu konstant ist. Bei offener Blende dunkelt das Zoom jedoch die Bildränder ab und verzeichnet im Weitwinkel deutlich tonnenförmig. Dieses Manko kostet die EOS 400 D die Traumnote 1,0.
Hand in Hand arbeiten Objektiv und Kamera beim automatischen Fokus (AF): leise, präzise und sehr schnell. Die neun AF-Sensoren der Kamera bilden ein großes, praxistaugliches Messfeld. Deren Anordnung erfasst sowohl Motive am Bildrand als auch bewegte Objekte jederzeit scharf. Einmal fotografiert bereitet die Kameraelektronik Bilder so offensiv auf, dass selbst feinste Details scharf erscheinen. Das hilft Spiegelreflexeinsteigern, die ihr Foto schnell als Ausdruck in der Hand haben wollen; Profis, die ihre Bilder mit Programmen wie Photoshop am PC optimieren, werden damit weniger anfangen können.
Die EOS 400 D gibt vom Schatten bis zu den Lichtern den gesamten Tonwertumfang fein abgestuft wieder. Mittelhelle Bereiche haben einen hohen Kontrast, das steigert den Schärfeeindruck. Weiterer Pluspunkt: Die Bilder der Canon zeigen bei allen ISO-Stufen vorbildlich wenig Rauschen.
Die Bedienelemente der Kamera sind klar gekennzeichnet und genau dort platziert, wo man sie erwartet; die Menüführung ist logisch und selbsterklärend. Alle aufnahmerelevanten Daten und Kameraeinstellungen erscheinen auf dem großen, brillanten Rückwandmonitor.
Fazit: Die Canon EOS 400 D ist klein, leicht und fast so gut wie ein Oberklassemodell, aber deutlich günstiger zu haben.





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