Die neueste Intel-CPU, einen schneller nVidia-Grafikchip, zwei eingebaute Festplatten und ein 131 Blu-Ray. Laufwerk vereint das Aspire 7730 G von Acer. Was sich mit dem Gerät alles machen lässt, verrät unser Test. Ein idealer mobiler Begleiter ist das Aspire 7730 G nicht. Immerhin 40,2 mal 29,7 mal 4,4 Zentimeter misst das Testgerät, das zudem 3,9 Kilogramm auf die Waage bringt. Aber als Notebook für unterwegs hat Acer dieses Gerät auch nicht konzipiert.
Natürlich lässt es sich transportieren. Und auch ein Einsatz fernab einer Steckdose ist möglich. Immerhin bis zu zweieinhalb Stun-den hält der Akku durch. Aber der von Acer anvisierte Nutzer dieses Gerätes sieht anders aus als der vielreisende Mobilarbeiter: Ein solch vergleichbar schweres und unhandliches Notebook ist vor allem bei jenen Anwendern gefragt, die ein Notebook als Desktop-Ersatz kaufen und nur selten an wechselnden Einsatzorten verwenden. Meist steht ein Gerät wie das Aspire 7730 G im Büro oder im heimischen Umfeld, nimmt dort aber nicht so viel Platz weg wie ein Desktop-PC und lässt sich schnell verräu-men.
Mit seiner Ausstattung nimmt es das neue Travelmate-Modell durchaus mit Desktop-PCs auf. Acer hat nämlich die neueste Tech-nologie eingebaut. Voran ist das der Core 2 Duo T9400, dieser Intel-Prozessor gehört zur Montevina-Generation, die inzwi-schen unter dem Markennamen Centrino 2 Prozessortechnologie vermarktet wird. Die CPU ist aber nicht nur top-aktuell, sie ist auch schnell: Beide Prozessorkerne arbeiten mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,53 GHz. Die L2-Cachespeicher der CPU sind mit 6 MByte bestückt, und der Frontsidebus arbeitet mit 1066 MHz. Da serienmäßig zudem 4 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen, sind die Voraussetzungen für ein flottes Arbeiten bestens. Das vermittelt der subjektive Eindruck und das bestätigt auch der Benchmark-Test mit SysMark 2007. Hier erreichte unsere Testkonfiguration erstklassige 135 Punkte und war damit zugleich das erste Testgerät der Montevina-Generation, auf dem SysMark lauffähig war.
Nicht minder überzeugend sind die Grafikleistungen des Gerätes. Hier profitiert der Anwender vom GeForce 9600M GT. Dieser Grafikchip von nVidia verfügt einerseits über 512 MByte eigenen Videospeicher, kann andererseits aber bis zu 1,8 GByte des Arbeitsspeichers für Videozwecke nutzen. Dabei nutzt der Chip das so genannte Turbo-Cache-Verfahren, das den Zugriff beschleu-nigt. Somit ist das Gerät auch für Spielefans interessant. Schnell berechnete 3D-Anima-tionen sind möglich. Lediglich anspruchsvolle und topaktuelle Spieletitel müssen hinsichtlich der Details reduziert werden. Beeindruckende 4998 Punkte errechnet 3D Mark 2006 beim Benchmark-Test. Pro-zessor und Grafikchip sorgen also für herausragende Systemleistungen und machen einen universellen Einsatz ohne echte Einschränkung möglich. Sie produzieren allerdings auch vergleichsweise viel Wärme, was wiederum den Einbau eines aufwändigen Lüftersystems notwendig macht. Je nach Beanspruchung des Systems ist der Lüfter recht laut.
Augenfreundliche Auflösung
Das Display gibt auch beim Aspire 7730 die Abmessungen vor und dürfte das Hauptkriterium sein, genau dieses Modell zu kaufen. Es misst nämlich 17 Zoll in der Diagonalen. Die Auflösung liegt bei 1440 mal 900 Bildpunkten. Das ist zugleich die geringstmögliche Auflösung auf einem Display dieser Größe. Im Vergleich steht auf der Oberfläche also weniger Platz für Programmfenster, Symbole und Schriften zur Verfügung. Zugleich ist die Darstellung aber größer und damit augenfreundlicher. Die Darstellungsdichte liegt bei 99 dpi. Wer sich eine höhere Auflösung und damit mehr Platz auf der Oberfläche wünscht, kann Notebooks mit einem 17-Zoll-Display beispielsweise auch mit 1680 mal 1050 oder gar 1920 mal 1200 Bildpunkten bekommen. Doch solche Geräte kosten deutlich mehr. Sie zeigen ein weniger körniges Bild, zugleich aber kleine Schriften, Grafiksymbole und Details. Das Display im Aspire 7730 G ist nicht entspiegelt. Je nach Lichteinfall sehen Sie also sehr deutlich ein Spiegelbild von sich selbst oder Ihrer Umgebung. Bei einem primär sta-tionären Gerät lässt sich dies mit einer pas-senden Beleuchtung meist ausgleichen.
Bei den Laufwerken zeigt das Aspire-Modell seine Stärken. Gleich zwei Festplatten stecken zur Verfugung. Damit lässt sich eine Menge anfangen! Ideal ist das Gerät damit auch für Video-Anwendungen geeignet. Immerhin lassen sich viele Stunden Videomaterial speichern und dank der Prozessor und Grafikchip-Leistungen auch flott bearbeiten. Dabei kann es sich auch um hochauflösendes Videomaterial handeln. Acer hat dem Aspire neben den beiden Festplatten nämlich auch noch ein Blu-Ray-Laufwerk spendiert. Es ist fest eingebaut und öffnet sich zur rechten Seite. Neben Blu-Ray- Medien lassen sich hier auch CDs und DVDs einsetzen. An der Frontseite schließlich ist ein Speicherkarten-Steckplatz eingebaut. Mit seiner Hilfe ist ein schneller Datenaustausch beispielsweise mit einer Digitalkamera mög-lich.
Bei den Anschlüssen haben wir zwei wichtige Standards vermisst: Weder eine eSATA- noch eine Firewire-Schnittstelle ist vorhanden. Letztere wünschen sich insbesondere Besitzer von digitalen Camcordern, die häufig lediglich über einen Firewire-Port verfügen. Ist das auch bei Ihnen der Fall, kommen Sie um einen Adapter nicht herum. Und je nach Typ kann das bis zu 80 Euro kosten. Für ein Multimedia-Gerät wie das Aspire ist das ein Ärgernis, wenngleich das Modell andere aktuelle Standards unterstützt. So ist eine komplett digitale Bildübertragung mittels HDMI-Port möglich. Aber auch ein analoger Projektor oder Monitor lässt sich problemlos und ohne weiteren Adapter anschließen. Und den Anschluss von Peripheriegeräten wie Tastatur, Maus, Drucker oder Digitalkamera unterstützen nicht weniger als vier USB-Ports.
An der rechten Seite lässt sich zudem die mitgelieferte Antenne anschließen. So wird aus dem Aspire-Note-book ein Fernseher - vorausgesetzt, Sie befinden sich im Empfangsbereich von DVB-T-Sendern. Dann steht einem digitalen Fernsehempfang nichts im Weg. Schnurlos ist der Datenaustausch per Bluetooth und Wireless-LAN möglich.
Doch lässt sich das neue Acer-Modell nicht nur im Multimedia-Umfeld einsetzen. Auch als PC überzeugt es. Die gute Tastatur trägt zu den guten Büro-Eigenschaften bei. Alle Tasten sind, gemessen von Tastenmitte zu Tastenmitte, 19 Millimeter breit und entsprechen damit dem Desktop-Standard. Die Bestätigungs- und die rechte Umschalttaste sind sehr groß und nicht zu verfehlen. Auf starken Druck gibt die Tastatur zur Mitte hin zwar in sich nach. Doch das schmälert den Schreibkomfort nicht. Rechts neben dem Haupt-Tastenfeld befindet sich ein zusätzlicher Zahlenblock.
Fazit
Sie suchen ein Multimedia-Notebook, das Sie primär zu Hause nutzen wollen? Dann sollten Sie sich das Aspire 7730 G von Acer einmal genauer anschauen! Zum attraktiven Preis bietet es dank aktuellem Intel-Prozessor und flotter nVidia-Grafikkarte herausragende System-leistungen. Zudem glänzt es mit einem Blu-Ray-Laufwerk, zwei 320-GByte-Fest-platten und 4 GByte Arbeitsspeicher. Das Display ist zweifellos mitentscheidend bei der Kaufentscheidung: Es misst 17 Zoll in der Diagonalen und zeigt augenfreundliche 1440 mal 900 Bild-punkte. Vielen Anwendern dürfte die Auflösung jedoch zu gering sein. Zudem treten Spiegeleffekte auf.




